Neues aus der Rhön und Umgebung


Instrumentenkunde

Rhönhorn, ein bis zu 4, 5, 6, 7 m (selten 10 m) langes, meist aus

einem Tannenstamm geschnitztes Trompeteninstrument, heute

v. a. in der Rhön, zum Teil auch in der Schweiz gebräuchlich;

meist langgestreckte Form mit auf dem Boden aufliegendem

und nach oben gebogenem Schallstück. Diese Instrumente

werden heute noch in Handarbeit hergestellt.
 


 

Berufe der Berge

 

Noch immer wird der Beruf des Schreiners und des

Tischlers in der Rhön groß geschrieben. Unser Bild

zeigt ein typisches Schnitzwerk aus der Rhön. Form

und Farbe bestimmen die dunklen Hölzer der

Baumregionen über 500 m.
 

 


Geschichte zweiter Teil

Die alte Burg aus der Hohenstauferzeit - etwa um 1100 erbaut -, zwischen Poppenhausen und Weyhers gelegen, ist umweht von alten Geschichten und Sagen. Der Biograph des Geschlechts der Ritter von Ebersberg, Dr. Fritz Luckard, hat angenommen, daß die Familie zunächst etwa um das Jahr 600 in die Rhön zog und von einer Wasserburg in Weyhers im Nebental der Lütter aus die Umgebung kontrollierte. Während der Staufenzeit haben sie dann offenbar die Burg auf dem Ebersberg errichtet, von der aus sie das Land noch besser beherrschen konnten. Die Äbte des Fuldaer Klosters fühlten ihr geistliches Territorium durch die Ebersberger und andere Rittergeschlechter in der Rhön bedroht. In der weiteren Umgebung tobten sich wechselnde Kriegsparteien der geistlichen Territorien besonders gern aus. Dabei wurden dann nur zu oft die Ebersberger und andere Rhöner Ritter einfach zu "Raubrittern" erklärt, damit Ihre Burgen geschleift werden konnten. Nachdem einer von den Ebersburger Rittern nach Anweisung des Abts von Fulda Berthous II öffentlich auf dem Fuldaer Markt mit dem Schwert hingerichtet wurde, ist im Gegenzug ein anderer Abt in der Fuldaer Kapelle beim Zelebrieren der Messe von zwei als Pilger verkleideten Rittern ermordet worden.
 

Gesteinskunde

Rhönfeuerstein, (Flintstone) Abart des Jaspis; in vorgeschichtlicher Zeit für Steinwerkzeuge und Steinwaffen sowie zum Feuerschlagen gebraucht. (Zündstein) Legierung unter anderem aus Cer, Lanthan, Yttrium, Eisen, die beim Reiben mit einem Stahlrädchen Funken bildet. Noch heute in der Rhön ein vielgebrauchter und nützlicher Werkstoff.